Mit der Gründung des Vereins „Erinnerungskultur Laer und Holthausen – Zukunft braucht Erinnerung“ am 27. März 2025 hat sich das langjährige Engagement der bisherigen Arbeitsgemeinschaft in eine neue, tragfähige Form weiterentwickelt. Der Verein ist aus der gleichnamigen AG hervorgegangen und führt deren Arbeit nahtlos, strukturiert und mit neuem Schwung fort.

Seit mehreren Jahren hatte sich die Arbeitsgemeinschaft intensiv mit der Erforschung der Schicksale jener Bürgerinnen und Bürger aus Laer und Holthausen beschäftigt, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft deportiert und ermordet wurden. Ziel war es stets, die Erinnerung wachzuhalten und die lokalen Geschichten sichtbar zu machen – als Mahnung und als Auftrag für die Gegenwart.

In einem bewussten und gut vorbereiteten Prozess reifte innerhalb der Gruppe die Erkenntnis, dass diese wichtige Arbeit auf eine dauerhafte Grundlage gestellt werden muss. Langwierige, aber konstruktive Diskussionen führten schließlich zu dem Entschluss, einen eingetragenen Verein zu gründen und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit anzustreben. Damit wurden die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, um Projekte langfristig zu planen, neue Kooperationen einzugehen und weiteres bürgerschaftliches Engagement einzubinden.

Die Vereinsgründung, die im kleinen Sitzungssaal des Rathauses stattfand, markiert einen wichtigen Meilenstein: Sie steht für Kontinuität, Verlässlichkeit und den festen Willen, Erinnerungskultur dauerhaft im öffentlichen Leben von Laer und Holthausen zu verankern.

Der Verein versteht sich als offene Gemeinschaft engagierter Menschen, die überzeugt sind:

Zukunft braucht Erinnerung.