Das nächste Arbeitstreffen des gemeinnützigen Vereins „Erinnerungskultur Laer und Holthausen – Zukunft braucht Erinnerung” (Erinnerungskultur) findet statt am Donnerstag (26. März) um 18.30 Uhr in der Dorfinfo in der Pohlstraße 17 b. Dazu lädt der Vorstand alle Mitglieder sowie Bürger und Bürgerinnen aus Laer und Umgebung ein. Im Mittelpunkt des Abends stehen die aktuellen Arbeitsschwerpunkte. Zum einen sind die Recherchen für die Verlegung von sechs weiteren Stolpersteinen in Laer nunmehr abgeschlossen. Die Steine werden in Kürze bei der Agentur des Künstlers Gunter Demnig bestellt und im Herbst vor den Häusern Pohlstraße 7 und 8 verlegt.
Erinnert werden soll mit ihnen an die deportierten und ermordeten jüdischen Mitbürger Louis Salomon Heimbach, Heinemann Nathan Heimbach, Marta Kleeberg, geb. Heimbach, Resi Front, geb. Schöneberg (geflüchtet), Max Moshe Schöneberg und Jette Rosenberg. Für die sechs neuen Steine haben sich inzwischen Menschen aus Laer und Holthausen zur Übernahme einer Patenschaft bereiterklärt. Von den sechs Personen gelang allein Resi Front (1931-1992) als kleinem Mädchen im Jahr 1939 die Flucht von Laer in die Niederlande. 1940 entkam sie von dort nach England. Seit 1962 lebte sie in Israel. Ihr bewegendes Schicksal soll im populären Format einer Graphic Novel veranschaulicht werden, für die die Grafikerin Martina Lengers mit den Zeichnungen beauftragt worden ist. Auch dieses Projekt wird am Donnerstagabend eingehend besprochen.
Außerdem liegen Anträge auf Neuaufnahmen in die Mitgliedschaft vor, über die entschieden werden kann. Wer sich über Zielsetzung und Arbeit des gemeinnützigen Vereins informieren möchte, findet auf der Website sämtliche nötigen Angaben inklusive Kontaktdaten sowie Hinweise auf finanzielle Zuwendungen zur Unterstützung.